Was ist der Flüssigkeitstransferdruck?

Eine Möglichkeit zum Erzeugen verschiedener Designs auf fast allen lackierbaren Untergründen durch das FTD−Verfahren.

Der Flüssigkeitstransferdruck bietet eine sehr große Auswahl von verschiedenen Designs.

Was benötigen Sie für das FTD−Verfahren?

FTD−Starterkit

Inhalt:
Spezial−Entfetter, Activator Speed, Haftvermittler klar, Haftvermittler schwarz, Latexhandschuhe, Schleifpad, Thermometer, Klebeband, Cuttermesser, Anleitungsfilm auf SVCD, schriftliche Anleitung

Die Vorbereitung zum Flüssigkeitstransferdruck:

1. Teil mit beiliegendem Schleifpad anschleifen

2. Teil mit Spezial−Entfetter reinigen
Hierzu möglichst ein fusselfreies Tuch verwenden! Das Teil danach nicht mehr mit bloßen Händen anfassen!

3. Haftgrund klar "aufnebeln"
Lediglich einen Nebel aufbringen. Nicht deckend lackieren!

4. Teil mit Spezial−Haftvermittler lackieren
In mehreren Schichten deckend lackieren − zwischen den Vorgängen ca. 10 min. Trocknungspausen.

5. Geeigneten Behälter mit Wasser füllen und erwärmen
Erwärmen Sie das Wasser auf ca. 35°C. Benutzen Sie hierfür z. B. einen Wasserkocher oder einen Heizstab.

6. Wichtig: Wasserbewegungen abklingen lassen
Warten Sie bis sich das Wasser nach dem Einfüllen und Erhitzen wieder beruhigt hat. Es sollten auch keine Luftblasen auf der Oberfläche schwimmen.

7. Transferdruckfolie auflegen
Legen Sie die Folie − nachdem Sie die Ecken mit Klebeband versehen haben (verhindert das Zusammenrollen der Transferdruckfolie) mit der klebenden Seite auf das ca. 35°C warme Wasser.
Vorsicht beim Auflegen der Transferfolie − es darf kein Wasser auf die Oberfläche gelangen! Wasser auf der Oberfläche der FTD−Folie beschädigt diese!
Die Transferdruckfolie 3 min. auf der Wasseroberfläche ruhen lassen.
Sollten unter der Transferfolie Luftblasen zu sehen sein − versuchen Sie diese "weg zu blasen".

8. Aufbringen des Activator Speed
Sehr wichtig: den Activator gleichmäßig aufsprühen. Nie "Nachsprühen".
Nach dem aufbringen ca. 10 sec. warten. Die FTD−Folie löst sich in dieser Zeit auf − erkennbar durch das glätten der Oberfläche.

9. Das "Tauchen"
Bereits vor dem Tauchen sollten Sie sich Gedanken über den Winkel und die Tauchhaltung machen. Folgende Aspekte spielen hier eine große Rolle:
  1. 1. Wo halte ich das Teil beim Tauchen fest?
  2. 2. Wie tauche ich das Teil ein um z. B. keine Luft unter dem Teil einzuschließen, jede Ecke zu erreichen etc.
  3. 3. Welchen Gesamtwinkel wende ich an? Am besten sind flache Winkel zwischen 15 und 30 Grad.
  4. 4. Tauchen Sie langsam ein.

Sollte bei einem "Tauchvorgang" nicht das gewünschte Ergebnis erzielt werden − Trocknen − Abschleifen − Grundieren − erneut Tauchen − mit anderem Winkel.

10. Abspülen
Lassen Sie das beschichtete Teil nach dem Tauchvorgang 5 bis 10 min trocknen.
Nach dem trocknen spülen Sie das Teil ca. 5 min unter fließendem, warmem Wasser ab.
Das Teil ist fertig, wenn Sie mit dem Finger über die Oberfläche fahren − und keine gleitende Schicht mehr spüren.

11. Finish − auftragen der Spezialversiegelung
Nach dem auftragen der Spezialversiegelung und einer kurzen Trocknungszeit kann nun das beschichtete Teil versiegelt werden. Bitte beachten Sie, dass Sie nach dem Trocknen nicht mehr mit bloßen Händen auf das Teil fassen.
Lackieren Sie in mehreren Schichten im Kreuzgang.

12. Trocknen − Fertig!